JugendPolitCamp

Alleine reisen

Wird gegeben von Lana und Coldney

Dokumentation

Berichte von Lana und Coldney

  • Coldney reist regelmäßig allein wandernd durch andere Länder, mit Rucksack und teilweise mit Zelt
  • Lana reist regelmäßig allein in andere Länder, dort dann in Städte und übernachtet in Hostels

Eindrücke aus der Runde: die meisten sind noch nicht allein gereist, würden es aber gern einmal machen!

Allein sein (und es überwinden)

  • Lana: mindestens die erste Woche ist immer die Hölle (alles ist neu, automatisches „falsches“ Verhalten, Leiden unter Jetlag) - es wird aber immer besser!
  • in Hostels ist es einfacher, andere Menschen kennenzulernen - teilweise passiert es, gerade für Absprachen, sogar automatisch
  • dann kommt schnell die Phase, bleiben zu wollen (Allein sein wurde überwunden)
  • Coldney: beim Wandern in der Peripherie trifft man doch erstaunlich oft Menschen noch einmal wieder und generell auch Menschen - Austausch passiert dann auch
  • Gegen Einsamkeit helfen bewährte Rezepte, dieser „Luxus“ sollte mitgenommen werden

Vorteile des alleine reisens

  • Lana: Auch z.B. innerhalb einer Reisegruppe kann man sich allein fühlen (wenn die Gruppe andere Interessen hat und verfolgt)
  • es ist super, die eigenen Interessen verfolgen zu können und sich genau das anzuschauen und genau das zu unternehmen, das wirklich toll ist!
  • Diskussion: mit Kumpels, die noch eine weitere Aktivität anstoßen, wird mehr geschafft - aber ist die Qualität des Erlebnisses das dann wert?
  • Lana: Gerade im Hostel entsteht oft Austausch über die Sehenswürdigkeiten (andere waren oft schon dort, Insiderwissen wird durch den Austausch erworben)
  • „die coolsten und die schrecklichsten Dinge passieren durch Spontanität!“ (uncoole Dinge passieren, aber die guten sind die, die im Gedächtnis bleiben!)
  • man wird selbstständiger, lernt viel über sich selbst und das Selbstwertgefühl wird gepusht

Nachteile

  • da keine Dinge geteilt werden, bedeutet allein Reisen mehr Gepäck und mehr Tragen (niemand kann den Rucksack mal nehmen)
  • ein begrenztes Skillset kann nicht ausgeglichen werden (von „Kein Führerschein“, „kaum Essen mögen“)
  • Sicherheitsrisiko ist vorhanden (aber auch nicht in jedem Land besonders viel größer als mit Menschen)

Tipps

  • Lernen, wie Rucksäcke gepackt werden: Packsäcke, Zippbeutel, so minimalistisch wie möglich packen und im Zweifel Dinge nicht mitnehmen (Unordnung ist unpraktisch, schwer und kann auch mal bei schlechter Laune zu Ausfällen und Panik führen)
  • Ein grundlegendes Skillset und Medikamente sowie Verbandszeug sollte immer dabei sein
  • Eine Auslandskrankenversicherung ist noch stärker Pflicht als das Reisen allein
  • Als weiblich gelesene Person reisen kann noch gefährlicher sein - aber das Bauchgefühl sagt eigentlich immer Bescheid; wenn die Situation so schlecht ist, dass dubiose Angebote angenommen werden müssen, sollte eine Person wissen, wo man ist
  • bei „nicht so typischen Zielen“: Die Website des Auswärtigen Amtes zeigen Einschätzungen zum Land an; es ist möglich, sich dort zu registrieren und so nicht „einfach zu verschwinden“
  • bei Ländern, wo wirklich alle Menschen sagen, man sollte dort nicht allein hingehen, sollte man GPS-Tracker mit Satellitenverbindung mitnehmen (es bringt nicht immer etwas, aber oft)
  • außerdem können so GPS-Daten, vorprogrammierte Nachrichten und mit einem Griff ein Notrufsignal weitergegeben werden (auch an sich sorgende Angehörige)